• {Rezension} Zusammen sind wir unendlich von Melissa Keil

    Auch dieses Buch habe ich bereits Mitte vorigen Jahres gelesen und mich bislang etwas schwergetan, meine Eindrücke zu verarbeiten. Es ist eine süße Liebesgeschichte, die mich leider nicht vollends überzeugen konnte.

    Sophia ist ein Mathegenie voller Selbstzweifel – schließlich landen genug Wunderkinder unter der Brücke! Und ein Smalltalk-Gen hat sie auch nicht abbekommen. Nun zieht auch noch ihre Freundin Elsie, die einzige Person, die sie versteht, zum Studium in die USA: ewige Einsamkeit vorprogrammiert. Wäre da nicht Josh, der Hobby-Magier, der schon lange in Sophia verliebt ist. In einem Anfall von Mut steckt er eine Spielkarte in ihr Federmäppchen. Die Herz Zwei. Für Josh eine eindeutige Liebeserklärung, für Sophia ein Rätsel. Er muss also deutlicher werden; zum Beispiel mit einem Feueralarm … (Quelle)

    Der Einstieg in das Buch bereitete mir einige Schwierigkeiten. Ich brauchte ein paar Seiten, um mich mit den Protagonisten vertraut zu machen. Da Sophia einen wahrlich außergewöhnlichen Charakter besitzt, fiel es mir schwer, ihre Verhaltens,- und Denkweisen zu verstehen beziehungsweise diese nachzuvollziehen. Emotionen wie Freude, Leid oder Wut kann Sophia zwar empfinden, aber es gelingt ihr kaum, diese anhand ihrer Mimik nach Außen zu tragen. Somit beschränken sich ihre sozialen Kontakte auch auf ein Minimum, da sie große Probleme hat, soziale Bindungen, Kontakte sowie Zusammenhänge zu verstehen und aufrechtzuerhalten. Vielmehr lebt Sophie für die Mathematik und Zahlen. Sie ist ein hochintelligentes Mädchen, erkennt aber vor lauter Angst zu Versagen, die wahre Liebe nicht…

    Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Sophia und Joshua geschildert und wir lernen zwei Menschen kennen, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Während Sophia in ihrer mathematischen Welt, voller Zahlen und Logik verweilt, lebt Joshua für seine Emotionen. Er wirkt etwas unbeholfen, doch ihm gelingt es, in Sophia zu lesen wie in einem Buch. Um ihr seine Gefühle zu verdeutlichen, nimmt er so allerhand auf sich, was mich sehr beeindruckte und zum schmunzeln brachte. Im Verlauf der Geschichte verschwimmen die Grenzen der beiden zunehmend. Jedoch konnte ich mich nicht vollends auf die Charaktere einlassen.

    Die Autorin greift verschieden Themen auf, die ich sehr passend für ein Jugendbuch empfinde. So werden stehen Zukunftspläne, Abschied und die Liebe auf dem Plan. Für meinen Geschmack werden viele Themen nur oberflächlich angeschnitten und selten auf den Punkt gebracht.

    Ein weiterer Kritikpunkt waren die Dialoge. Es wurde viel ausschweifend besprochen, ohne im Endeffekt eine konkrete Aussage zu treffen, was offene Fragen hinterließ. All diese Punkte ließen die Story an mir vorbeiziehen, ohne beeindruckend zu wirken. Die Geschichte ist in jedem Fall lesenswert, keine Frage! Doch in meinem Herzen ist sie leider nicht angekommen.

    Mit dem Buch “Zusammen sind wir unendlich”, hat die Autorin Melissa Keil eine süße Geschichte erschaffen, die mich nicht komplett überzeugen konnte. Zwar sind die Charaktere vielversprechend gezeichnet, jedoch fand ich nur schwer einen Zugang zu Sophia. Auch die aufgeführte Themen wurden nur angerissen und hinterließen offene Fragen. Das Buch konnte mich zwar gut unterhalten, hat sich aber keinen Platz in meinem Herzen sichern können. Schade! 


    Werbung | Melissa Keil | Zusammen sind wir unendlich | Verlag: Carlsen Verlag | erschienen am: 22.03.2019 | Seiten: 320 | gebundene Ausgabe: 16,99 € | eBook: 11,99€ | ISBN: 978-3551583918 | Altersempfehlung: ab 14 Jahren | Rezensionsexemplar*



    Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares, was meine Meinung jedoch nicht beeinflusst!

    ©Foto: Nadine Lutter, Cover: Autorin / Designer / Carlsen Verlag

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