• Rezension: Wolfsmal – Die Verwandlung von Aurelia L. Night

    „Wolfsmal“ von Aurelia L. Night war ein typischer Coverkauf, wenn auch noch in der alten Version, hat mich das Cover sehr neugierig auf den Inhalt des Buches gemacht und ich wurde positiv überrascht.

    Bis zu ihrem 18. Geburtstag führt Emilia ein „normales“ Teenagerleben. Punkt Mitternacht ändert sich alles, denn Emilia muss sich ihrer wahren Identität stellen. Unfassbar! Alles woran sie bisher glaubte, löst sich in urplötzlich Luft auf. Von der Stiefmutter verachtet, wird sie von ihrem Vater ins Internat abgeschoben. Emilia gelingt es schnell, Kontakte zu knüpfen und neue Freunde kennen zu lernen. Doch es offenbart sich ihr, eine gefährliche Welt in der überall große Gefahr lauert. Jegliche Mythen, Legenden, übernatürliche Wesen und auch Götter gibt es wirklich und Emilia ist ein Teil davon. Wird Emilia die niederen Dämonen aufhalten können und wenn, für welchen Preis?

    Schon allein der außergewöhnliche Prolog, fesselte mich an das Buch. Die Schilderungen und Erläuterungen zu sagenumwobenen Göttern und Mythen gefiel mir auf Anhieb sehr gut. Dieses überzeugende Hintergrundwissen schließt auf explizite Recherche der Autorin und ließ meine Erwartungen in die Höhe schnellen.

    “Während seine Kinder auf der Erde weilten, verstieß Fenrir in Asgard immer offener gegen die Konventionen. Odin befahl seinen Wachen, Fenrir zu ihm zu bringen.“ (S. 6)

    Der weitere Verlauf wird aus Emilias Sicht geschildert. Sie hat es in ihrem bisherigen Leben nicht leicht gehabt. Aufgewachsen ohne Mutter, verachtet und gedemütigt von der Stiefmutter, wird sie nach ihrem 18. Geburtstag, von ihrem Vater ins Internat verfrachtet. Es folgt ein rasanter Ablauf von Geschehnissen, der den Leser wahrlich an das Buch fesselt. Ich hatte es innerhalb von zwei Tagen gelesen, wäre da nicht der Job zwischen gekommen.
    Die Sagen und Mythen der Arsen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Handlung, was mich sehr beeindruckte. Dennoch fiel es mir schwer, durch die schnelle Abfolge der Geschehnisse, ein ausreichendes Bild eines jeden Charakters zu erlangen. Somit blieben mir Valentin und Finn, aber auch Fenrir, etwas zu flach und oberflächlich gestaltet.
    Emilia hingegen unterzieht sich in meinen Augen, einer unglaublichen Entwicklung. Anfangs erschien sie mir naiv, kindlich und doch sehr liebenswürdig. Im weiteren Verlauf wächst sie über sich hinaus und beweist schlussendlich wahre Größe und Stärke, was ihr einen Platz in meinem Herzen sicherte.
    Der fiese Cliffhanger hinterlässt ein offenes Ende. Der Prolog sorgte für immense  Neugierde auf den nächsten Teil. Ich kann nur hoffen, das wir nicht allzu lange warten müssen, denn die Geschichte hat mir sehr gefallen und ich möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht.
    Die Autorin bedient sich einer einfachen Sprache, die den Schreibstil ist sehr flüssig, locker und angenehm lesen lässt.
    Ich weise noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass sich meine Rezension auf die ältere Version von „Wolfsmal“ bezieht. Das Buch wurde meines Wissens nach, zwischenzeitlich überarbeitet und neu aufgelegt.

    „Wolfsmal“ hat in dieser Fassung, etwas Potenzial verschenkt. Dennoch haben mir die Charaktere und vor allem der Plot gut gefallen, so dass ich mit Spannung den nächsten Teil erwarte.


    Aurelia L. Night | Wolfsmal – Die Verwandlung | Verlag: Eisermann Verlag | erschienen am: 30.03.2016 | 400 Seiten | TB: 12,90€ | 


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    ©Foto: Nadine Lutter, Cover: Eisermann Verlag , Designer, Autor

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