• Rezension: Tot im Winkel – Cosma Pongs ermittelt ( Band 2 ) von Ella Dälken

    Der Kriminalroman „Tot im Winkel“ von Ella Dälken ist bereits der zweite Band der Cosma – Pongs ermittelt Reihe, für mich jedoch war es der erste. Ich war sehr gespannt auf diese Geschichte und wurde nicht enttäuscht.

    Ein einsamer Landgasthof. Ein Moor, das alles verschluckt. Ein Ermittlerduo wider Willen.

    Ausgerechnet in einem einsamen Hotel im Moor führt die Düsseldorfer Kriminalpolizei einen Profilingworkshop durch. Da muss ja was passieren, glaubt Hobby-Krimiautorin Cosma Pongs und mietet sich in das Hotel ein. Sehr zum Unmut ihrer Tochter, Kriminalhauptkommissarin Paula Pongs. Und tatsächlich: Während Paula mit dem smarten Gerichtsmediziner Doc Fischgrät einen lauschigen Abend in der Hotelbar verbringt, stürzt der arrogante Star-Profiler vom Balkon seines Hotelzimmers und landet direkt vor Cosmas Füßen. Ein Mord, das steht für Cosma außer Frage. (Quelle)

    Der Einstieg in das Buch fiel mir dank des flüssigen, humorvollen und bildlichen Schreibstils der Autorin, recht leicht. Sofort befinden wir uns mitten im Geschehen. Die Reise führt in ein abgelegenes Hotel mitten im Nirgendwo, umgeben von einem düsteren Moor, sowie einer kargen Landschaft, fern ab jeglicher Zivilisation. Einige Mitarbeiter der Kriminalpolizei sollen hier an jenem Wochenende einen Workshop absolvieren, auch Cosma Pong und ihre Autoren WG, haben sich für ein Schreibwochenende in das Hotel eingemietet. Als hätte Cosma Pong im Vorfeld nicht schon das richtige Gespür gehabt das etwas passieren wird, stürzt vor ihren Augen ein Profiler vom Balkon. Paula Pongs hat nun alle Hände voll zu tun, denn jeder Einzelne ihrer Kollegen steht unter Tatverdacht, auch Cosma und ihre Kollegen mischen sich unentwegt in die laufenden Ermittlungen ein. Doch werden sie den Mörder entlarven können?

    Ein Unwetter lässt die Ermittlungen ins Stocken geraten, denn auch WLAN, Internet und Telefon sind tot. Dieses Szenario erinnert stark an altbekannte Krimis, welche ihre Wirkung jedoch nicht verfehlen.

    Die Charaktere sind authentisch gezeichnet, sodass ich keine Probleme hatte, mich in die jeweilige Person einzufühlen. Besonders der amüsante Schlagabtausch zwischen Paula und Cosma brachte mich öfters zum Schmunzeln.

     

    Ich betrachte ausführlich meine Finger, denn ich habe gehört, dass man Blickkontakt mit streitsüchtigen Menschen vermeiden sollte. Irgendwie habe ich das Gefühl, ich sollte die Situation deeskalieren. ( S.25)

     

    Jeder Einzelne hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen, sei es positiv als auch negativ. Vor allem Kater Alfred, der mit seiner WG auf Reisen geht, peppt das Geschehen ordentlich auf.

    Der Autorin ist hierbei ein wundervolles Gleichgewicht zwischen Spannung und Humor, sowie emotionalen Momenten gelungen.

     

    Wenn er<<, sie deutet auf Ullmann, >>Menschen in diese gottverdammte Einsamkeit lockt, um sie dann bestialisch zu ermorden. Du solltest ihn festnehmen Paula!(S. 81)

     

    Die Geschichte beinhaltet zahlreiche unvorhersehbare Wendungen und Ereignisse, die von Anfang bis Ende zum Spekulieren und zum Lösen des Falles animieren. Mir ist es kaum gelungen, einen Lösungsansatz gedanklich zu formen, denn die rasanten Geschehnisse deuten immer wieder in eine andere Richtung. Nach etlichen Irreführungen und Verdächtigungen wird am Ende der ganze Sachverhalt plausibel aufgelöst.

    Obwohl “Tot im Winkel” von Ella Dälken einen unterhaltsamen, humorvollen und durchaus lesenswerten Kriminalroman darstellt, fehlte mir hingegen das “I – Tüpfelchen”. Ich kann das Buch ruhigen Gewissens weiterempfehlen, denn Spannung und Humor sind gekonnt miteinander verflochten und bieten angenehme Lesestunden. 


    Autor: Ella Dälken | Titel: Tot im Winkel | Verlag: Heyne | erschienen am: 09.07.2018 | Seiten: 384 | TB:9,99€ | eBook: 8,99€ | ISBN:978-3453421653 | Werbung | Rezensionsexemplar


    Ich danke dem Heyne Verlag und der NetzwerkAgenturBookmark für das Rezensionsexemplar, was meine Meinung jedoch keinster Weise beeinflusst!

    ©Foto: Nadine Lutter, Cover: Heyne Verlag / Designer

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