• Rezension: Tod einer Hofdame von Isabella Benz

    1193: Das Jahr, in dem Richard Löwenherz im Deutschen Reich gefangen gehalten wird: Es war still in Regensburg. Wie jede Nacht. Nur etwas war anders. Unter der Steinernen Brücke lag der Leichnam einer jungen Frau … Mord oder Selbstmord? Der Tod ihrer Schwester bringt Aleydis dazu, sich gegen alle Konventionen aufzulehnen. Doch wer glaubt schon einer Hofdame, die dem Bischof widerspricht? Verbissen versucht sie, auf eigene Faust zu beweisen, dass es kein Selbstmord war. Die Suche nach dem Täter führt sie zu Richard Löwenherz, der ihr seine Unterstützung anbietet. Doch Aleydis ist misstrauisch. Interessiert er sich wirklich für ihr Anliegen, oder will der König von England nur die leeren Tage seiner zermürbenden Ehrenhaft füllen? Hin- und hergerissen zwischen Wahrheit und Lügen übersieht sie den Schatten, der ihr unbemerkt folgt …

    Nach dem mysteriösen Tot ihrer Schwester, setzt Aleydis alles daran, die Umstände und den Hergang der Tragödie zu entschlüsseln, denn sie glaubt nicht an einen Selbstmord. Des Weiteren ist sie gewillt, ihrer jüngeren Schwester, eine konforme Bestattung zuteilwerden zu lassen. Leider ist dieses Unterfangen nicht so einfach, denn in der damaligen Zeit haben Selbstmörder keinen Anspruch auf eine würdige Bestattung, es sei denn, man kann den Kaiser von einem Mord überzeugen.
    Aleydis zeigt sich als starke Frau, die sich über jegliche Konventionen hinwegsetzt, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Bei ihren Nachforschungen begegnet sie dem englischen König Richard, der sich in Gefangenschaft befindet. Er scheint einer der Letzten zu sein, die Kontakt zu der jungen Hofdame hegten. Doch es fällt unsagbar schwer, ihm zu trauen.
    Die Autorin Isabella Benz, hat mit diesem Buch einen historischen Roman vorgelegt, der mit fiktiven kriminalistischen Aspekten gespickt ist.
    Der Einstieg gelingt recht schnell, denn sofort ist der Leser im Geschehen involviert. Anfangs dachte ich mir, wenn der Tod der Hofdame gleich zu Beginn offenbart wird, dann wird es bestimmt einige Längen geben. Doch genau darauf setzt die Autorin ihr Augenmerk. Als Leser ist man nun gefordert, gemeinsam mit Aleydis zu rätseln, was genau mit ihrer Schwester geschehen ist. Dabei begibt sich Aleydis oftmals in Situationen, die sich für eine Hofdame nicht ziemen und mir hin und wieder, eine Gänsehaut bescherten. Es lauern viele Gefahren, die den Erwartungen nicht entsprechen und ungeahnte Wendungen mit sich bringen. Man hofft und bangt mit den Protagonisten, dass sich alles zum Guten wendet. Nach unzähligen Gesprächen und Diskussionen, mit ihrem Bruder, ihrem Ehemann, aber auch König Richard, spürt man genau Aleydis Verzweiflung, ihre Unsicherheit eventuell einer falschen Fährte zu folgen, aber auch den starken Willen, das Geschehene aufzuklären. Die Autorin verflechtet gekonnt, historische Fakten mit der spannenden Suche nach den Todesumständen. Der Spannungsbogen ist dabei kontinuierlich und gleichbleibend. Im Epilog befinden sich genaue Angaben zu den fundierten, sowie gut recherchierten, historischen Aspekten, was mir sehr gut gefällt.

    Das Buch entführt, auf eine historische Reise, die mit spannenden sowie kriminalistischen Ereignissen einhergehen. Es ist informativ, solide und hat mich gut unterhalten.


    Isabella Benz | Tod einer Hofdame – Eine königliche Ermittlung | Verlag: Ammianus | erschienen am: 17.05.2017 | 248 Seiten | TB: 14,90€ / eBook: 9,99€ | Rezensionsexemplar*


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    © Cover: Isabella Benz, Ammianus Verlag, Designer,

    Ich bedanke mich recht herzlich für das Rezensionsexemplar.

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