• Rezension: Maer von Jenny Koch

    Das Cover ist sicherlich Geschmackssache, aber als ich es zum ersten Mal sah, war meine Neugierde geweckt. Ich wollte unbedingt erfahren, welche Geschichte sich hinter dem blutigen Schuh verbirgt.

    »Hexen und Wölfe werden im Auftrag des Königshauses verfolgt und hingerichtet!«
    Solche und ähnliche Ankündigungen finden sich in jeder Ecke des ganzen Reiches und werden auch gnadenlos durchgesetzt.
    Das hält jedoch Raudur nicht davon ab, sich eines ziellosen Wolfes anzunehmen, bevor der Mann als solcher erkannt wird.
    Und das hält Aska nicht davon ab, obwohl selbst eine Hexe, den Thronfolger zu heiraten, um so dem unwürdigen Leben unter der Behandlung ihrer Stiefmutter zu entgehen.
    Letztendlich trägt sogar das Königshaus selbst unter seiner Fassade ein anderes Gesicht…
    Grimms Märchen einmal anders.

    Der Einstieg in das Buch ist mir dank des flüssigen Schreibstils recht leicht gefallen. Sofort taucht der Leser in eine unheilvolle und düstere Atmosphäre ein, die mir sehr gut gefiel. Zunächst begleiten wir Raudur, die sich einem jungen Wolf annimmt, der am Straßenrand verweilt. Aska hingegen lebt im Schloss und muss sich aufgrund ihrer Kräfte dazu herab lassen, als Dienstmagd für die Familie tätig zu sein.

    Klingt wie ein Auszug aus Grimms Märchen? In Anlehnung an die uns bekannten Märchen hat die Autorin der Handlung neues Leben eingehaucht und die Situation angepasst, indem sie neue Wege beschreitet. Diese völlig neu beschritten Wege sind wesentlich düsterer, blutiger und grausamer, als die uns bekannten Vorlagen.

    Die Geschichte wird im Wechsel aus verschiedenen Perspektiven geschildert. Zum einen verfolgen wir die Ereignisse und Wendungen rund um Raudur und zum anderen, jene, die Aska betreffen. Nach dem ersten Drittel musste ich das Buch zur Seite legen, denn die vielen außergewöhnlichen Namen erschwerten meinen Lesefluss und schmälerten meine Freude. Nach einigen Wochen habe ich mein Glück erneut versucht und muss gestehen, dass mir nicht nur die Namen der Charaktere weiterhin Schwierigkeiten bereiteten, sondern auch die Figuren an sich.

    Die Charaktere wirken durch kurze und einfache Dialoge und Gedankengänge oftmals sehr suspekt und unausgereift. Mir fiel es immer schwerer, mich in die Figuren hineinzudenken und ihnen Aufmerksamkeit zu schenken. Es kann natürlich auch an mir liegen, aber durch die fehlende Tiefe der Handlung und auch der Charaktere habe ich das Buch zwar beendet, weiß aber nicht so recht was ich davon halten soll. Es stecken wahrlich tolle Ideen dahinter, doch es gibt noch reichlich Potenzial, um diese auszuschöpfen.Ich kann euch daher nur empfehlen, das Buch selbst zu lesen und euch ein eigenes Bild zu verschaffen.

    Mit dem Fantasybuch “Maer“, hat die Autorin Jenny Koch eine düstere Geschichte erschaffen, die mich leider nicht komplett überzeugen konnte. Einfache Dialoge, unausgereifte Charaktere und gewöhnungsbedürftige Namen erschwerten meinen Lesefluss. Trotz meiner Schwierigkeiten, empfehle ich euch das Buch selbst zu lesen und euch ein eigenes Bild zu machen.


    Autor: Jenny Koch | Titel: Maer | Verlag: AAVAA-Verlag | erschienen am: 19.08.2018 | Seiten: 461 | TB: 11,95€ | eBook: 4,99€ | Werbung | Rezensionsexemplar*


    Ich danke der Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, was meine Meinung jedoch nicht beeinflusst!

    ©Foto: Nadine Lutter, Cover: Autorin / Designer

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    2 Kommentare

      • 29. Dezember 2018 / 20:00

        Vielen lieben Dank, wünsche dir ebenfalls einen guten Rutsch,
        sowie ein gesundes neues Jahr!
        Liebste Grüße
        Nadine

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