• Rezension: Im Lande Araga – Das Geheimnis der Elfen von Niklas J. Wingender

    Das Buch „Im Lande Araga – Das Geheimnis der Elfen“ von Niklas J. Wingender, machte mich durch seinen Klappentext auf sich aufmerksam. Doch nicht nur die äußere Gestaltung beeindruckte mich zutiefst, sondern auch der bildhafte Schreibstil sowie fantasievoll eingewobenen Elemente.

    Der Frieden in der Welt Araga scheint bedroht, doch was hielt ihn bisher aufrecht?
    Die Freunde Spex und Libitor werden vom höchsten Rat der Elfen zu den Zwergen ausgesandt. Die beiden sollen einen geheimnisvollen Reim überbringen, der das Volk vor einer Bedrohung aus dem Norden warnt. Doch nicht nur aus dem Eldor Gebirge könnte Unheil über Araga hereinbrechen. In den Tiefen des Gebirges begegnen die beiden Elfen auf ein seherisches Wesen, doch können sie seinen Worten Glauben schenken? Sind sie wirklich Wächter ihres Volkes und werden sie dieses dennoch teilen? Schnell erkennen die Freunde, dass ihnen auf ihrer Reise nicht nur Gefahr des Landes droht. Man will sie unbedingt aufhalten und die Freunde geraten immer weiter in einen Strudel aus Lügen, Intrigen und Verrat. Schon bald ist Spex sich nicht mehr sicher, wem er noch trauen kann, denn auch sein eigenes Volk verbirgt ein großes Geheimnis…


    Der Einstieg in das Buch ist mir Dank des flüssigen, poetischen und bildhaften Schreibstils des Autors, wunderbar gelungen. Äußerst detailliert erzählt Nikla J. Wingender die fantasievolle Geschichte der Elfen Spex und Libitor. Die Handlung nimmt uns mit auf eine Reise ins Land Araga und gestaltet sich zunächst etwas ruhiger. Dem Autor gelingt es dennoch wunderbar, den Leser in diese bezaubernde Welt eintauchen zu lassen und Bilder im Kopf hervorzurufen, welche mich wahrlich fesselten.
    Die Geschichte wird aus der Sichtweise von Spex geschildert. Die anfängliche Atmosphäre wirkte auf mich sehr unheilvoll und bedrückend. Denn Spex muss sich schon zu Beginn, einem traurigen Schicksalsschlag stellen. Dennoch folgt er den Anweisungen des höchsten Rates der Elfen und begibt sich mit seinem besten Freund Libitor, auf die beschwerliche Reise zu den Zwergen. Zahlreich eingeflochtene Ereignisse und Wendungen säumen den Weg der beiden Elfen und raubten mir gelegentlich den Atem.
    Niklas J. Wingender hat in diesem Buch eine außergewöhnliche Welt erschaffen, in der wir fantasievollen Wesen begegnen, Kämpfe ausfechten und uns Anfeindungen entgegenstellen. Ein Hauch von Magie rundet diese Geschichte gekonnt ab.
    Die detaillierte Ausgestaltung der Charaktere ist dem Autor sehr gut gelungen. Diese sind authentisch gezeichnet und verfügen über individuelle Eigenschaften, durch die sich der Leser ein umfangreiches Bild machen kann. Obwohl mir so manches Mal nicht sofort bewusst war, wer friedlich oder feindlich gesinnt ist, wurde hier ein wundervolles Gleichgewicht zwischen emotionalen Momenten und Grausamkeiten sowie Brutalität, geschaffen.
    Spex war für mich ein toller Charakter, den ich von Anbeginn in mein Herz schließen konnte. Er ist aufrichtig, schlau, ehrlich und kämpft, wofür sein Herz schlägt, seinem Volk. Ich habe mit ihm gelitten, gehofft und gebangt. Hierbei empfand ich die poetischen Verse, mit eingebundenen Gedankengängen, äußerst gelungen.

    >>Wir alle schmecken in der Luft,

    verändern wird sich unsere Welt,

    doch wird sie unser aller Gruft,

    oder erheben sich ein weiser Held?<< (Zitat S.88)

    Auch Libitor ist ein authentisch gezeichneter Charakter. Er zeichnet sich durch seine Vernunft, sowie seiner Freundschaft zu Spex aus. Doch ihn umgibt eine Aura, die ich zunächst nicht deuten konnte. Im weiteren Verlauf der Geschichte klärt sich dieser Aspekt auf und lässt mich mit einem Gefühlschaos zurück.
    Zum Ende des Buches nimmt die Handlung ordentlich Fahrt auf und stellte für mich eine große Herausforderung dar. Der Autor lässt seine Leserschaft ein Wechselbad der Gefühle durchleben. Empfindungen die von fassungslos, über traurig, bis hin zum glücklich sein reichten, musste ich so einiges verkraften. Im Nachhinein bin ich traurig darüber, das die Geschichte der Elfen schon vorbei ist. Ich verspüre große Lust, noch weitere Abenteuer mit Spex zu erleben und möchte noch mehr von dem Land Araga entdecken.

    Dem Autor Niklas J. Wingender hat mit diesem Buch „Im Lande Araga – Das Geheimnis der Elfen“, eine wundervolle Geschichte erschaffen, die es sich zu lesen lohnt. Das Buch besticht durch lebendige Charaktere, seiner unheilvollen Atmosphäre und einem äußerst bildlich dargestellten Setting. Auch wenn die erste Hälfte etwas ruhiger verläuft, vereinnahmt das Ende den Leser komplett. 


    Niklas J. Wingender| Im Lande Araga | Eisermann Verlag| erschienen am: 01.10.2017 | 500 Seiten |TB: 12,90€ |eBook: 3,99€ | Rezensionsexemplar*


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     ©Foto: Nadine Lutter, Cover: Eisermann Verlag / Designer

     

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