• Rezension: Friesennacht von Stefan Wollschläger

    Bei dem Buch „Friesenlohn“ von Stefan Wollschläger handelt es sich um den fünften Ostfriesen – Krimi, indem Diederike Dirks und Oskar Breithammer ermitteln.

    Eine Leiche treibt im Panoramabecken der Seehundstation Norddeich. Wer könnte ein Motiv haben, um die freundliche Tierpflegerin Birgit Sander zu ertränken, die sich mit besonderer Hingabe um einsame Heuler kümmert?
    Nach vielen Jahren kehrt Daja Neunaber hochschwanger nach Ostfriesland zurück, um am Jubiläum des Familienunternehmens teilzunehmen. Doch auf dem elterlichen Anwesen in Loquard herrscht nur oberflächlich Frieden und ihre Reise gerät zur Konfrontation mit der Vergangenheit und einem verstörenden Geheimnis.
    Für Hauptkommissarin Diederike Dirks beginnen die Hochzeitsplanungen mit Jendrik, ihr Assistent Oskar Breithammer dagegen leidet unter der Trennung seiner großen Liebe Folinde. Umso engagierter stürzt sich Breithammer in den Fall mit der toten Tierpflegerin und im Strudel der Ereignisse wird Dirks von Neuem bewusst, warum sie eigentlich Polizistin geworden ist. (Quelle)

     

    Nachdem mir der vierte Band „Friesenlohn“ gut gefiel, konnte ich mich auch diesem kurzweiligen Krimi nicht entziehen. Völlig unvoreingenommen, ohne den Klappentext im Vorfeld zu lesen, bin ich das Buch eingetaucht und konnte es kaum aus der Hand legen. Zunächst werden wir Zeugen eines grausamen Todes der Tierpflegerin Birgit Sander. Während hier noch gerätselt wird, ob die zuvorkommende und nette Frau ermordet wurde, lernen wir in einem weiteren Erzählstrang die hochschwangere Daja Neunaber kennen. Dem Autor gelingt es von Beginn an, den Leser an das Buch zu fesseln. Sofort tauchte ich in die verzwickte Geschichte ein und sämtliche meiner Gehirnwindungen fingen an zu rattern. Ich war stets Teil der Ermittlungen, denn ganz automatisch versucht man, als Leser den Fall zu lösen. Doch der Autor führt gekonnt, mit psychischen Spielchen und undurchsichtigen Gefühlen und Empfindungen, gezielt in die Irre. Ab einem gewissen Punkt war mir klar, wer der Täter ist und Enttäuschung machte sich in mir breit. Die Auflösung kam mir hierbei zu früh. Doch weit gefehlt, Stefan Wollschläger setzt mit dieser Erkenntnis und dem Ende noch eins drauf und reißt den Leser mit spannenden und ungeahnten Wendungen mit sich.

    Auch in diesem Buch besticht der Autor mit seinem flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil. Die Charaktere sind authentisch und glaubwürdig gezeichnet. Ich konnte mich hierbei gut einfühlen und war besonders von Diederike fasziniert. Sie liebt ihren Job tief und innig und trifft deshalb Entscheidungen, die sie noch stärker
    und sympathischer erscheinen lassen. Auch Oskar ist mir durch seine Authentizität ein Stück näher ans Herz gewachsen und ich bin schon jetzt, auf weitere Ermittlungen und zukünftige Ereignisse des Privatlebens der beiden Ermittler gespannt. Besonders gut gefiel mir, wie detailliert und akribisch, die Polizeiarbeit geschildert und auch das Privatleben mit eingeflochten wurde.

    Dieser kurzweilige Krimi ist äußerst ausgeklügelt und konnte mich sehr gut unterhalten. Die Ermittler sind äußerst sympathisch, sodass ich guten Gewissens eine Leseempfehlung aussprechen kann. Ich werde auf jeden Fall, weitere Krimis dieser Reihe lesen und kann den nächsten Fall kaum erwarten. 


    Autor: Stefan Wollschläger | Titel: Friesennacht | Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform | erschienen am: 19.09.2018 | Seiten: 235 | TB: 9,99€ | eBook: 0,99€ | ISBN: 978-3947951017 | Werbung | Rezensionsexemplar*


     

    Ich danke dem Autor für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares, was meine Meinung jedoch keinster Weise beeinflusst!

    ©Foto: Nadine Lutter, Cover: Stefan Wollschläger / Designer

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    6 Kommentare

    1. 3. November 2018 / 20:51

      Toll, mal wieder was von einem deutschen Buch zu hören! Zur Zeit überwiegen die amerikanischen und englischen Bücher wahnsinnig!
      Und der Preis für das eBook kann sich wirklich sehen lassen, da kann man es getrost ausprobieren.
      Viele Grüße
      Wioleta von http://www.busymama.de

    2. 3. November 2018 / 22:02

      Hallo Nadine,
      Krimis sind jetzt nicht unbedingt meins. Aber es hört sich schon sehr spannend an. danke für deine tolle Rezension.

      Liebe grüße Nadine

    3. 3. November 2018 / 22:18

      Krimis sind genau meines, dieser hier klingt spannend und kurzweilig. Danke dir fürs Vorstellen, ich brauche ohnehin wieder Lesenachschub.

      Liebe Grüße
      Verena

    4. 3. November 2018 / 23:51

      Danke für die tolle Rezession, leider muss ich gestehen, dass mich das Buch so gar nicht packt und auch der Klapptext lässt mich eher kalt. Ich hoffe ja noch innigst, meine Leidenschaft für Krimis entfachen zu können, da ich so unglaublich gerne Krimiserien schaue. 🙂

      Liebe Grüße
      Sarah

    5. 4. November 2018 / 10:44

      Super, die Bücher und den Autor kenne ich noch gar nicht. Bin immer auf der Suche nach neuen Autoren. Krimis und Thriller sind genau mein Genre. Danke.

      Liebe Grüße
      Melanie vonhttps://www.lovingcarli.com/

    6. 5. November 2018 / 17:39

      So einen Friesenkrimi wollte ich schon immer mal lesen, davon höre ich in letzter Zeit recht häufig und dann auch fast immer nur positives. Hier spricht mich der Klappentext auch direkt an 🙂

      Liebe Grüße Anni von https://hydrogenperoxid.net

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