• Rezension: Ein Tag hat viele Farben von Christine Drews

    Der neue Roman “Ein Tag hat viele Farben” von Christine Drews, war mein erstes Buch der Autorin. Doch so unscheinbar dieses Cover auch scheint, umso mehr überzeugte mich der vielseitige und emotionsbeladene Inhalt dieser Geschichte.

    Ein Tag ist viel zu kurz für all diese Probleme …

    Erst an dem Tag, an dem die Geräte ihres Vaters abgeschaltet werden, kommen die drei Geschwister Mia, Tom und Anna nach Jahren wieder einmal zusammen. Statt gemeinsam zu trauern, beschäftigt sie am meisten, was mit dem Familienschatz geschehen wird. Sie alle haben ihre eigenen Pläne für das wertvolle Pechstein-Gemälde. Doch im Laufe des Tages erfahren sie, dass nicht alles ist, wie es scheint. Und Familie Liebe mit Ecken und Kanten ist … (Quelle)

    Der Einstieg in das Buch fiel mir durch den flüssigen und angenehmen Schreibstils der Autorin sehr leicht. Bereits ab der ersten Seite zog mich die Geschichte aufgrund der lebensnahen Aspekte und Tatsachen in den Bann.

    Der Leser wird unverhofft Zeuge, wie ein Schlaganfall, Mick Römer aus dem Alltag reißt und er fortan im Koma liegt. Dieser schockierende Anlass führt dazu, dass sich seine erwachsenen Kinder, Mia, Tom und Anna, sowie seine Witwe Constanze, sich zusammenfinden, um Mick einen letzten Wunsch zu gewähren, indem die lebenserhaltenden Geräte abgeschaltet werden. Doch anstatt zu trauern, drehen sich die Gedanken der Kinder um das wertvolle Pechstein – Gemälde. Im weiteren Verlauf des schweren Tages, gelangen erschütternde Geheimnisse ans Tageslicht, die das Leben aller Beteiligten verändern werden.

    Die Geschichte wird aus den verschiedenen Sichtweisen der Kinder geschildert. Mia scheint eine besondere Rolle innerhalb der Familie einzunehmen. Ihre Gedanken strahlen nicht nur positive Erfahrungen aus, was sie auch gern verbal äußert. Nur ihrem Mann Mark gelingt es, Mia auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Ich muss gestehen, dass es mir nicht leicht viel, Mia zu mögen. Ihre zickige und schroffe Art gegenüber ihrer Familie, empfand ich als sehr verstörend. Jedoch spürte ich, dass dieser Charakter mehr durchlebt haben muss, als einem Eingangs bewusst ist.

    Tom, der ewig Studierende, wird von Mia als ziemlich unzuverlässig und durchgeknallt dargestellt. Doch was keiner erahnt, auch hinter dieser Fassade stecken undenkbare Gründe, die im Verlauf immer mehr Konturen bekommen. Anna, die jüngste der drei Geschwister geht ihren eigenen Weg. Doch auch sie verbirgt Geheimnisse, die man ihr auf den ersten Blick nicht zugemutet hätte.

    Die Charaktere sind authentisch und liebevoll gezeichnet. Ein jeder besitzt Eigenschaften, die ihn besonders kennzeichnen. Vor allem in Mia konnte ich mich besonders gut einfühlen. Die dargestellte Situation, mit all ihren Wendungen, Sorgen und Ängsten, konnte ich gut nachvollziehen und nachempfinden. Der Autorin ist ein wundervolles Gleichgewicht zwischen emotionalen, lustigen Momenten und unvorhersehbaren Ereignissen gelungen, welches mich immer mehr vereinnahmte.

    Die lebensnahen Themen, wie Abschied nehmen, Trauer, Familie und Zusammenhalt, wurden hervorragend in die Geschichte eingeflochten. Sie regen zum Nachdenken an und hallen noch immer in mir nach.

    Die verzwickte familiäre Konstellation und der Umgang der Geschwister miteinander, machte es mir nicht leicht die Charaktere sofort sympathisch zu finden. Doch letzten Endes kann ich behaupten, das alle einen Platz in meinem Herzen gefunden haben und schließlich sogar Bewunderung verdienen.

    Das Ende gestaltet sich durchaus überraschend und ließ mich im ersten Augenblick sprachlos zurück. Gedanklich schweife ich noch heut zum Buch ab, versetze mich in die Lage der Charaktere und male mir meine Reaktion zur Situation aus. Der Autorin ist somit eine nachhaltige Geschichte gelungen, die mich gedanklich auch noch weiterhin beschäftigen wird, da sie aus dem Leben gegriffen scheint.

    Mit dem Roman “Ein Tag hat viele Farben“, hat die Autorin Christine Drews eine kurzweilige und unterhaltsame Geschichte erschaffen, die aus dem wahren Leben entspringen könnte. Authentische Charaktere, realitätsnahe Inhalte und Wendungen wurden gekonnt miteinander verflochten und ergeben eine äußerst lesenswerte Geschichte, welche nachhallt. Wer sich für Aspekte wie Familienzusammenhalt, Abschied und Trauer interessiert, sollte sich das Buch auf jeden Fall zu Gemüte führen!


    Autor: Christine Drews | Titel: Ein Tag hat viele Farben | Verlag: ullstein Verlag | erschienen am: 09.11.2018 | Seiten: 304 | TB: 10,00€ | eBook: 8,99€ | ISBN:978-3548291079 | Werbung | Rezensionsexemplar*


     

    Ich danke dem Verlag und der NetzwerkAgentur Bookmark für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, was meine Meinung jedoch nicht beeinflusst!

    ©Foto: Nadine Lutter, Cover: ullstein Verlag / Autorin / Designer,

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    2 Kommentare

    1. 25. November 2018 / 18:19

      Also was ich bis jetzt lesen konnte hat mich neugierig gemacht.Ich werde es mir wahrscheinlich kaufen,da mich die Geschichte sehr interessiert

      • 25. November 2018 / 18:48

        Es freut mich sehr deine Neugierde geweckt zu haben. Schon morgen kannst du hier auf meinem Blog mehr zum Buch erfahren, denn dann startet die Blogtour.
        Liebste Grüße
        Nadine

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