• {Rezension} Die ungleichen Gleichen von Andreas Lukas

    Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war ich sehr gespannt zu erfahren, was mich erwarten würde. Was ich bekam, stimmte mich äußerst nachdenklich.

    Was geschieht, wenn zwei junge Menschen, sie und er, sich zufällig im Café am Fluss begegnen, beide aus ganz unterschiedlichen Kulturen und fremd in der Stadt?
    Ein Einblick in zwei Schicksale – er Flüchtling, sie in ländlicher Umgebung aufgewachsen. Sind diese wirklich so verschieden, wie es zunächst wirkt? Vier Welten im Wechselspiel, im Diskurs, im Gegensatz und in Korrespondenz, die jeweils zurückgelassene und die auf ganz andere Weise unbekannte in dieser Stadt, im Hier und Jetzt. Tut sich eine 5. Welt auf, gar eine gemeinsame?
    „Die ungleichen Gleichen“ ist eine wahre Geschichte, weil viele sie so oder so ähnlich erlebt haben und erleben könnten. Sie ist gleichzeitig eine erfundene Geschichte, die Momente festhält, die über eine gelungene Orientierung des Lebens entscheiden können. (
    Quelle)

    Zwei unterschiedliche Schicksale innerhalb einer großen unbekannten Stadt. Wer mit dieser Geschichte eine Romanze oder tiefgründige Gefühle erwartet, wird wohl eher enttäuscht werden. Es handelt sich um zwei verschiedene Biografien von Persönlichkeiten, deren Weg sich eines Tages zufällig in einem Cafe, kreuzt. Folglich baut sich die Geschichte aus der Sichtweise zweier Perspektiven auf.

    Zum einen, lernen wir die junge Studentin Ann – Kathrin kennen, die in ihrer Einsamkeit von den Schatten der Vergangenheit eingeholt wird. Sie wurde ohne die Liebe ihrer Mutter und ohne ihren Vater erwachsen. Die einzige Person, die ihr Halt im Leben bietet, ist ihr Großvater. Diese Phase prägt das Leben der jungen Frau.

    Im Gegensatz dazu, steht der junge Migrant Dario. Er stellt sich nicht nur den neuen Lebensbedingungen in einer fremden Kultur, sondern kämpft innerlich gegen die traumatisierenden Kriegserlebnisse in seiner Heimat an. Diese erhält er in Form von schockierenden Nachrichten seiner geliebten Großmutter.

    Allerdings fiel mir der Einstieg nicht ganz so leicht. Die Story war für mich anfangs schwer greifbar. Mir war nicht sofort klar, worauf der Autor hinaus möchte. Erst die Schilderungen von Dario vereinnahmten mich und stimmten mich Nachdenklich. Gerade in der heutigen Zeit ist die Menschlichkeit, das Miteinander und der Zusammenhalt wichtiger denn je.

    Dem Autor gelingt es mit seinem Roman auf wundervolle Weise, dem Leser für seine Mitmenschen zu sensibilisieren und eingeschränkte Blickwinkel zu öffnen. Die kontroversen Sichtweisen zeichnen sich zunehmend durch ihre Intensität aus und vereinnahmten mich immer mehr. Andreas Lukas ist es mit seinem Roman gelungen, mein Bewusstsein zu öffnen und die Vielzahl der menschlichen Ebenen zu hinterfragen. Das Buch hat durch seine aufgeführten Aspekte einen bleibenden Eindruck hinterlassen und wird mich zukünftig dazu bewegen, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen und auch mal über den Tellerrand hinaus zu blicken.

    Mit dem Buch “Die ungleichen Gleichen“, hat der Autor Andreas Lukas einen wundervollen Roman erschaffen. Dieser bereitete mir zwar einen holprigen Einstieg, doch je mehr es mir gelang, das Geschehene zu verinnerlichen, desto mehr vereinnahmte mich das Buch. Dem Autor gelingt es hierbei auf äußerst realistische Weise, dem Leser die Augen zu öffnen, ihn zu sensibilisieren und einen anderen Blickwinkel auf seine Umgebung zu wagen. Empfehlenswert!


    Werbung | Andreas Lukas | Die ungleichen Gleichen | Verlag: Spica | erschienen am: 14.08.2018 | Seiten: 246 | Broschiert: 14,90€ | eBook: 9,90€ | ISBN: 978-3946732419 | Rezensionsexemplar*


    ©Foto: Nadine Lutter, Cover: Autorin / Designer / Spica

    Ich danke dem Autor, sowie dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares, was meine Meinung jedoch nicht beeinflusst!

    Der Beitrag enthält Werbung durch Links, ohne Auftrag.

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