• {Rezension} Die goldenen Wölfe von Roshani Chokshi (Band1)

    Als ich dieses wunderschöne Cover zum ersten Mal sah, war mir sofort bewusst, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Der Klappentext versprach eine imposante Reise nach Paris ins Jahr 1889 zur Zeit der Weltausstellung. Es ist ein Auftakt, der mich zwiegespalten zurücklässt.

    Ein Team aus talentierten Schatzjägern begibt sich zur Zeit der Pariser Weltausstellung 1889 auf die Suche nach einem überaus kostbaren Artefakt. Und was sie finden werden, dürfte die Welt verändern … (Quelle)

    Das Buch beginnt mit einem vielversprechenden Prolog, der meine Neugierde entfachte. Anschließend entführt die Autorin den Leser nach Paris ins 19. Jahrhundert, wo wir aus verschiedenen Perspektiven in die Geschichte eintauchen. Vordergründig wird die Story aus der Sicht des jungen Hoteliers Séverin Montagnet-Alarie geschildert, welcher mit seinen Gefährten einen Raub plant. Neben Séverin lernen wir Enrique, Laila, Zofia und Tristan etwas näher kennen. Hierbei wird schnell deutlich, dass sich die Diebesbande aufgrund ihrer Fähigkeiten hervorragend ergänzt. Jedoch haben sie bei ihrem Raub nicht mit Hypnos gerechnet, der sie zu einem weiteren Raub erpresst. Doch wird es den Freunden gelingen das Horusauge in ihren Besitz zu bringen?

    Nachdem ich mich Anfangs völlig in der Geschichte verloren habe und mich die Atmosphäre einfach nur gefangen hielt, bin ich doch ziemlich schnell auf dem Boden der Tatsachen gelandet und äußerst schnell ernüchtert.

    Der Autorin ist es mit ihrem wundervollen Schreibstil gelungen, mich in den Bann zu ziehen. Ich habe mich auf die Schauplätze und Beschreibungen einlassen können und die historischen Artefakte regelrecht vor Augen gehabt.

    Jedoch hatte ich zunehmend meine Probleme mit dem Zusammenfügen einzelner Komponenten. Die verschiedensten Häuser Nyx, Kore und Vanth werden zum Beispiel mit Ereignissen und Wendungen untermauert, welche für meinen Geschmack jedoch nicht intensiv und ausführlich genug, beschrieben wurden. Sicherlich wird schnell deutlich das diese Häuser dem Schutz des Geheimnisses des Babelfragments dienen, doch die Begründung reichte mir leider nicht aus.

    Die einzelnen Elemente wirkten daher eher zusammengewürfelt, sodass mir das Folgen der Handlung weiterhin schwerer fiel. Kurz gesagt, mir fehlte eindeutig der rote Faden in der Geschichte. Somit blieb mir der Sinn dieser Geschichte größtenteils verborgen. Erst zum Ende hin konnte ich mich wieder auf die Story einlassen und einfinden, diese endete jedoch in diesem Augenblick mit einem Cliffhanger, der den Leser neugierig auf den zweiten Band einstimmt.

    Es steckt wirklich sehr viel Potenzial und tolle Ideen in der Handlung, doch leider konnte ich mich mit der Umsetzung nicht warm werden. Somit werde ich die weiteren Bände wohl eher nicht lesen. Lasst euch aber nicht von meiner Meinung abschrecken und bildet euch eine eigene Meinung zum Buch.

    Mit dem Auftakt “Die goldenen Wölfe”, hat die Roshani Chokshi eine fantasievolle Geschichte erschaffen, die mich durch ihre Umsetzung nicht gänzlich überzeugen konnte. Die Autorin besitzt einen wundervollen Schreibstil, super tolle Ideen, doch leider wirkt das Gesamtbild nicht stimmig. 


    Werbung | Roshani Chokshi | Die goldenen Wölfe | Verlag: Arctis Verlag | erschienen am: 23.08.2019 | Seiten: 448 | TB: 19,00€ | eBook: 14,99€ | Altersempfehlung: 14 – 17 Jahre | ISBN: 978-3-03880-026-2 | Rezensionsexemplar*


    Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, was meine Meinung jedoch nicht beeinflusst!

    ©Foto: Nadine Lutter, Cover: Autorin / Designer / Arctis Verlag

    Der Beitrag enthält Werbung durch Links, ohne Auftrag.

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