• {Rezension} Die Gabe des Winters von Mara Erlbach

    Gerade in der kalten Jahreszeit liebe ich es Geschichten zu lesen, die mich verzaubern und mein Herz berühren. „Die Gabe des Winters“ überzeugte, vor allem durch sein winterliches Setting.

    Kann die Kraft ihrer Liebe den Schnee zum Schmelzen bringen?

    Im eisweißen Wald von Area liegt das Dorf Pago. Hier hoffen Nuria und ihre Familie auf das Ende des ewigen Winters, denn seit dem großen Schnee haben alle Menschen auf rätselhafte Weise ihre magischen Kräfte verloren. Geblieben ist der Hunger, sowie ein gefürchteter Herrscher, dessen Gemahlin verschwunden scheint, und jene Legende über eine rettende Magie – die Gabe des Winters. Wer es schafft, die finstere Burg von Lord Tarik zu betreten, soll diese Kraft erhalten. Alle Männer Pagos scheitern. So sieht sich Nuria gezwungen, das Unmögliche zu wagen. Heimlich bricht sie auf in den froststarren Wald, wo der mächtige Fürst unerwartet ihren Weg kreuzt. Auge in Auge stellt sie fest: Er ist gleichermaßen angsteinflößend wie auch verwirrend schön … (Quelle)

    Seit Jahren haben die Bewohner von Pago keine Sonne mehr gesehen, denn es herrscht bitterkalter Winter. Das Reich von Lord Tarik leidet unter dem ewigen Frost und Schnee. Der Herrscher nimmt den Menschen dadurch nicht nur die Lebensfreude, sondern auch ihre Magie. Eine uralte Sage – Die Gabe des Winters – besagt, wem es gelingt die Burg Griseo zu betreten, dem wird diese Gabe zuteil. Dies lässt die Einwohner Hoffnung schöpfen und ihren Mut nicht verlieren, jedoch sind alle bisherigen Versuche kläglich gescheitert. Als Nuria dem Lord zufällig begegnet, überwiegt ihre Angst um ihren Bruder. Sie willigt in einen Handel ein, der ihr Leben komplett ändert….

    Der Einstieg in das Buch fiel mir Dank des flüssigen und bildhaften Schreibstils der Autorin sehr leicht. Sofort war ich von der düsteren und kalten Atmosphäre des Dorfes Pago gefangen und konnte die beschriebenen Landschaften und Schauplätze direkt vor Augen sehen.

    Nuria und ihr Bruder Justor zeichnen sich durch ihre Willensstärke aus, was den beiden Charakteren natürlich zum Verhängnis wird. Lord Tarik wird zunächst als grausam und tyrannisch dargestellt. Er kann das Verschwinden seiner geliebten Frau nicht ertragen und nimmt dies als Grund, das ganze Land im Chaos versinken zu lassen. Durch diese aufgeführten Eigenschaften konnte ich mich im Lauf der Geschichte, kaum an seine emotionalen Seite gewöhnen. Es fiel mir hierbei unglaublich schwer, mich auf die beschriebenen Gefühlswelten von Nuria und auch Lord Tarik einzulassen und diese als glaubwürdig zu erachten.

    Wie viele andere Leser auch bereits erwähnten, erinnert der Plot sehr stark an das Märchen „Die Schöne und das Biest“. Da ich das Märchen unglaublich liebe, war ich zunächst etwas enttäuscht über die Ähnlichkeiten der Geschichten. Doch die Autorin Mara Erlbach verleiht der Story einen eigenen kreativen Stil, indem sie die Leser auf der Suche nach der Gabe des Winters vor zahlreiche Wendungen und Herausforderungen stellt. Auch wenn diese Passagen äußerst spannend gestaltet sind, muss ich gestehen, dass die Geschichte zeitweilig an Spannung verlor, da sie für meinen Geschmack oftmals zu vorhersehbar war.

    Trotz kleiner Kritikpunkte konnte mich die Autorin dennoch von sich überzeugen. Ihr ist es hervorragend gelungen, den Leser in eine einmalige Atmosphäre eintauchen zu lassen, indem sie die Ängste der Bewohner, die eisige Kälte und den Winter mit vielem Schnee,  auf ganz besondere Weise spüren ließ.

    Mit dem Buch “Die Gabe des Winters”, hat die Autorin Mara Erlbach eine märchenhafte Geschichte erschaffen, die mich von Anfang an vereinnahmte. Trotz kleinerer Kritikpunkte ist es der Autorin gelungen, mich durch eine außergewöhnliche Atmosphäre und zahlreiche Wendungen gefangen zu nehmen. Es ist ein fantastisches Abenteuer für kalte Winterabende, welches ich gern weiter empfehle. 


    Werbung | Mara Erlbach | Die Gabe des Winters | Verlag: blanvalet | erschienen am: 30.09.2019 | Seiten: 416 | Broschiert: 12€ | eBook: 8,99€ | ISBN: 978-3734161933 | Rezensionsexemplar*



    Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares, was meine Meinung jedoch nicht beeinflusst!

    ©Foto: Nadine Lutter, Cover: Autorin / Designer / blanvalet Verlag

    Der Beitrag enthält Werbung durch Links, ohne Auftrag.

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