• {Rezension} Der letzte Papierkranich von Kerry Drewery

    Nur einem glücklichen Zufall habe ich es zu verdanken, auf dieses wundervolle Buch gestoßen zu sein. Nachdem mich Klappentext ebenso wie das Cover angesprochen hatten, konnte ich dem Roman nicht widerstehen. Dem Zufall sowie der Autorin bin ich so unendlich Dankbar, für diese ergreifende und zutiefst bedrückende Geschichte, welche für mich ein Highlight 2020 darstellt.

    Ichiro und sein bester Freund Hiro überleben den Atombombenabwurf auf Hiroshima. Verwundet und zerrüttet begeben sich die beiden Teenager auf die Suche nach ihren Familien. Schließlich finden sie Keiko, Hiros fünfjährige Schwester. Doch das kleine Mädchen geht in dem Chaos der völlig zerstörten Stadt verloren. Ihr Verbleib und Schicksal lässt Ichiro nicht mehr los, hatte er doch Hiro, kurz bevor dieser starb, versprochen, auf die Kleine aufzupassen. Einige Wochen später kehrt er zurück an den Ort des Grauens und begibt sich auf die Suche nach ihr. Überall hinterlässt er Origami-Papierkraniche mit seiner Adresse – in der Hoffnung, dass Keiko überlebt hat …(Quelle)

    Wer mich schon länger auf meinem Blog begleitet, weiß, dass ich historisch angehauchte Romane sehr gern lese. Bei diesem Jugendbuch greift die Autorin eine äußerst beklemmende Thematik auf und befasst sich intensiv mit dem Abwurf der Atombombe in Hiroshima und deren Folgen. Die Geschichte wird so einfühlsam geschildert, sodass diese mich tief ins Herz traf und noch heut nachhallt.

    Die Geschichte entführt seine Leserschaft in zwei Zeitebenen. Zunächst begegnen wir im Jahr 2018 in Japan der jungen Mizuki, die überzeugt ist, dass ihr Großvater seine Lebenslust verloren hat. Doch den Grund dafür kennt sie nicht.

    Der zweite Erzählstrang führt nach Hiroshima ins Jahr 1945, wo die Stadt auf grausamste Art und Weise, durch eine Atombombe verwüstet und beinahe komplett zerstört wird.

    Die Erzählungen werden hautnah von Mizuki´s Großvater in Form von Erinnerungen geschildert. Die Situationen und Wendungen sind so unglaublich greifbar, sodass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte.

    Auch heut noch ist es mir unbegreiflich, wie grausam Menschen sein können und so eine zerstörende Waffe zu erschaffen. Ich habe mit den Protagonisten gehofft, gebangt und gelitten.

    Mit recht einfachen Worten ist es der Autorin gelungen, dieser Geschichte Leben einzuhauchen und mitten ins Herz zu treffen. Ich bin so unendlich Dankbar für diesen berührenden und gleichzeitig erschreckenden Roman, der mir aufgrund seiner Intensität in Gedanken bleiben wird und mein Buchhighlight 2020 darstellt.

    Mit ihrem Roman “Der letzte Papierkranich”, ist der Autorin Kerry Drewery eine ergreifende und vor allem emotionale Geschichte gelungen, die mich vollends vereinnahmen konnte. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, hat mir sehr gut gefallen und den Spannungsbogen erhöht. Dieses Buch wird nicht jeden Geschmack treffen, mich jedoch konnte es komplett überzeugen und stellt für mich ein Highlight dar. Es hat mich tief berührt und verweilt weiterhin in meinen Gedanken. Absolute Leseempfehlung!


    Werbung | Kerry Drewery | Der letzte Papierkranich | Verlag: Arctis Verlag | erschienen am: 24.07.2020 | Seiten: 304 | eBook: 14,99€ gebundene Ausgabe: 19€ | ISBN: 978-3-03880-043-9 | Altersempfehlung: ab 14 Jahren | Rezensionsexemplar*


    weitere Rezensionen zum Buch:

    Damaris liest

    Wört(h)er 16

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    Ich danke dem Verlag sowie der Netzwerkagentur Bookmark für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares, was meine Meinung jedoch nicht beeinflusst!
    ©Foto: Nadine Lutter, Cover: Autorin / Designer
    Der Beitrag enthält Werbung durch Links, ohne Auftrag.

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