• {Rezension} Das Exodus – Projekt von Dan Smith

    Auf das Buch „Das Exodus Projekt“ bin ich bereits durch sein Cover aufmerksam geworden. Als mich der Klappentext ebenfalls ansprach, stand für mich ziemlich schnell fest, das Buch muss gelesen werden.

    Zak hatte sich ein Abenteuer gewünscht. Aber nach einer Bruchlandung mitten in der Antarktis geht es für ihn und seine Familie um viel mehr. Denn die Forschungsstation, für die seine Eltern arbeiten, ist vollkommen verlassen. Und draußen ist es bitterkalt. Als Zak sich auf den Weg macht, um Hilfe zu suchen, spürt er ein seltsames Unbehagen. Fast so, als würde ihn jemand beobachten. Und dann macht Zak eine furchtbare Entdeckung: Das Exodus-Projekt ist außer Kontrolle geraten! Sie müssen von hier verschwinden und zwar schnell. Doch wo ist eigentlich seine Familie abgeblieben?

    Ein nervenzerfetzender Thriller, der einem das Blut in den Adern gefrieren lässt! (Quelle)

    Der Autor entführt uns in die Antarktis, wo in der Station Zero anscheinend gravierende Probleme vorherrschen. Zak und seine Familie sind auf dem Weg in die Station um Abhilfe zu schaffen. Zaks Eltern sind Wissenschaftler und haben vor geraumer Zeit, Spinnendrohnen für ein Marsbesiedlungsprojekt entwickelt die folglich in der Arktis getestet werden. Doch schon nach der Landung wird schnell klar, dass hier in der Station etwas ganz und gar nicht stimmt. Die ganze Besatzung ist verschwunden und die Stromversorgung beziehungsweise Kommunikationssysteme sind ebenfalls ausgefallen. Nach intensiver Suche stößt die Familie auf unbekannte Insekten, die im ewigen Eis nicht überlebensfähig sein sollten. Zusätzlich wird Zak von unerklärlichen Visionen heimgesucht und der Familie wird bewusst, das sie die Station schnellstens verlassen sollten, wenn sie überleben wollen. Da aber selbst das Flugzeug auf mysteriöse Weise zerstört worden ist, gibt es keinen offensichtlichen Ausweg. Wird es der Familie gelingen die Station lebend zu verlassen und was haben die Insekten mit der ganzen Sache zu tun?

    Der Einstieg in das Buch ist mir dank des flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstils des Autors sehr leicht gefallen. Bereits ab der ersten Seite taucht der Leser in eine unheilvolle und unglaublich fesselnde und düstere Atmosphäre ein, die sich kaum in Worte fassen lässt. Zunächst lernen wir ansatzweise die Bewohner der Station Zero und deren Leben kennen.

    Fortan wechseln die Perspektiven und wir begleiten Zak und seine Familie auf den Weg in die Arktis. Hierbei konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Atmosphäre vereinnahmte mich so stark, denn ich wollte unbedingt erfahren, was in der Antarktis vor sich geht. Beginnend mit der Landung des Flugzeugs, begleitet von Stromausfällen, die den Piloten faktisch erblinden lassen, entpuppen sich als wahre Herausforderung. Wer nun vermutet, dass der Spannungsbogen anschließend abfällt, sollte sich bei dieser Geschichte arg täuschen. Dem Autor gelingt es hierbei wunderbar, nicht nur einen enormen Spannungsbogen zu erzeugen, sondern auch furchteinflößende Akzente zu setzen, die man auf den ersten Blick nicht erwartet hätte. Vor allem in der Station, die von Dunkelheit und Kälte umgeben ist, lief mir während des Lesens eine Gänsehaut über den Rücken. Doch nicht nur die aufgeführten Aspekte bescherten mir einen Schauer, sondern auch die gefundenen Insekten. Ich habe mit der Familie gebangt, gehofft und gelitten. Mögliche Lösungswege zum Entkommen aus der Eishölle, stellen die Familie immer wieder vor neue Herausforderungen, was die Spannung und den Thrill ins Unermessliche steigen lassen.

    Die Charaktere sind authentisch gestaltet. Ein jeder besitzt kennzeichnende Eigenschaften. Zak erscheint sehr unscheinbar, wohlbehütet und doch umgibt ihn eine spezielle Aura, die sich im Laufe der Geschichte aufklärt. Er ist in meinen Augen ein echter Held, denn er bewältigt viele gefährliche Situationen äußerst souverän, bei denen ich vor Angst schon gestorben wäre. Seine Schwester May ist ein typischer Teenager. Sie gibt sich rebellisch und großspurig. Erst als ihrer Familie Gefahr droht, zeigt sie wahre Gefühle und findet so den Weg in mein Herz. Die Familie versucht zusammenzuhalten, egal was passiert und vermittelt der Leserschaft somit ganz beiläufig eine wichtige Botschaft.

    Mit dem Buch “Das Exodus Projekt”, hat der Autor Dan Smith einen äußerst spannenden und unterhaltsamen Jugendthriller erschaffen, der mir so manche Gänsehaut entlockte. Vor allem das atmosphärische Setting und die mutigen Charaktere, konnten mich vollends überzeugen. Ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen und hoffe auf weitere Bücher aus der Feder des Autors.


    Werbung | Dan Smith | Das Exodus – Projekt | Verlag: Chicken House | erschienen am: 30.11.2018 | Seiten: 306 | Gebundene Ausgabe: 18,00€ | eBook: 12,99€ | Altersempfehlung: ab 12 Jahren | ISBN: 978-3-551-52107-1 | Rezensionsexemplar* | Leseprobe


    Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares, was meine Meinung jedoch nicht beeinflusst!

    ©Foto: Nadine Lutter, Cover: Autorin / Designer / Chicken House Verlag

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    2 Kommentare

    1. 6. März 2019 / 12:32

      Liebe Nadine,

      vielen lieben Dank für deine schöne Rezension und den Buchtipp – das Buch werde ich mir auf jeden Fall merken!

      Liebe Grüße
      Jill

      • 6. März 2019 / 17:07

        Liebe Jill,
        es freut mich sehr, das dir meine Rezension gefällt. Ich kann dir das Buch nur ans Herz legen.
        Allerliebste Grüße
        Nadine

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