• {Rezension} Das Ende von Mats Strandberg

    In diesem Jahr habe ich meine Vorliebe für Dystopien und Endzeitszenarien entdeckt. Somit bin ich an dem Buch „Das Ende“ von Mats Strandberg nicht vorbeigekommen. Es ist ein Spannendendes Jugendbuch, welches mich durch kleinere Kritikpunkte nicht gänzlich überzeugen konnte.

    Was würdest du tun, wenn die Welt vor dem Untergang stünde?

    Du bist 17 Jahre alt, es ist Sommer und alles scheint wie immer zu sein. Doch in etwa einem Monat wird ein riesiger Komet auf die Erde prallen und alles Leben auslöschen. Wie willst du deine letzten Wochen verbringen? Und was möchtest du noch all jenen sagen, die du liebst? “Das Ende”, das neue Jugendbuch des schwedischen Bestsellerautors Mats Strandberg, ist die Geschichte zweier junger Menschen, Simon und Lucinda, in einer Welt auf Zeit …(Quelle)

    Was würdest du tun, wenn alles zu Ende wäre?

     

    Der riesige Komet Foxworth steuert unaufhaltsam auf die Erde zu und wird in etwa vier Wochen, das gesamte Leben auf der Erde auslöschen. Die Menschen nehmen diese Schreckensmeldung komplett unterschiedlich auf. Während einige diese beängstigende Tatsache verdrängen, lernen sich Simon und Lucinda aufgrund eines tragischen Ereignisses näher kennen. Deren gemeinsame Freundin Tilda stirbt unverhofft und hinterlässt mehr offene Fragen als Antworten. Die beiden Jugendlichen machen sich auf die Suche nach den Hintergründen des Todes von Tilda. Doch werden sie ihre Antworten finden, bevor der Komet einschlägt?

    Der Einstieg in das Buch ist mir Dank des fesselnden, mitreißenden und authentischen Schreibstils von Mats Strandberg äußerst gut gelungen. Ich konnte mich direkt in das Endzeitszenario einfühlen und war voller Anspannung und Neugierde, welches Ende uns hierbei erwartet.

    Die Handlung wird abwechselnd aus den Perspektiven von Simon und Lucinda geschildert. Somit erfährt der Leser aus unterschiedlichen Sichtweisen, Einblicke in die Lebensumstände der Protagonisten. Und doch gewährt der Autor dem Leser den Freiraum selbst darüber zu spekulieren, wie dieser mit dieser einzigartigen Ausnahmesituation umgehen und reagieren würde.

    Dieses dystopische Setting verknüpft der Autor mit dem Tod von Tilda und lässt ihren Exfreund Simon verzweifeln. Er ist am Boden zerstört und kann sich weder mit der Trennung noch mit dem Tod von Tilda abfinden. Er wirkt oftmals sehr naiv und unbeholfen, was es mir schwer machte, mich in ihn hineinzuversetzen und seine Handlungsweisen nachvollziehen zu können.

    Lucinda lebt zurückgezogen und beschäftigt sich schon länger mit dem traurigen Thema Tod. Ihre Empfindungen und Gedanken schreibt sie in einer Art Online Tagebuch nieder. Erst als ihr klar wird, dass der Tod ihrer einst besten Freundin nicht ungesühnt bleiben darf, erwacht sie aus ihrer Lethargie. Auf der Suche nach der Wahrheit kommen sich Simon und Lucinda immer näher.

    Genau hier beginnt die Geschichte ins Unglaubwürdige abzuschweifen. Der Autor deklariert in den höchsten Tönen die intensiven Gefühle von Simon für Tilda, welche doch schon kurz nach ihrem Tod verblassen und Simon sich zu Lucinda hingezogen fühlt. Da die Geschichte auf dieser emotionaler Schiene weiterfuhr, wurde ich förmlich aus der Story gerissen. Ich hätte mir hierbei weitere Aspekte und Eindrücke über das bevorstehende Endzeitszenario, aus verschieden Blickrichtungen gewünscht. Leider wird dies nur aus der Sichtweise des eigenen Landes betrachtet. Auch das Ende blieb mir etwas zu unspektakulär und ließ mich etwas enttäuscht zurück. Dennoch muss ich gestehen, dass mich dieses Buch trotz kleinerer Kritikpunkte völlig vereinnahmen konnte. Ich habe es innerhalb kürzester Zeit gelesen und doch ist es ein Jugendroman, der nicht intensiv genug ist, um in meinen Gedanken zu verweilen.

    Mit dem Roman “Das Ende”, hat der Autor Mats Strandberg eine Geschichte aufs Papier gebracht, die mich durch ihre Umsetzung nicht vollends überzeugen konnte. Mir gefiel der vereinnahmende Schreibstil des Autors, sowie die bedrückende Atmosphäre der Story sehr gut. Dennoch verliert die Geschichte zum Ende hin an Glaubwürdigkeit. Das Ende an sich, hätte ich mir etwas ausgefeilter gewünscht, denn der Autor besitzt Fantasie, wie er Eingangs bewiesen hat. Das Buch ist definitiv unterhaltsamen mitreißend, daher kann ich es euch ruhigen Gewissens ans Herz legen.


    Werbung | Mats Strandberg | Das Ende | Verlag: Arctis Verlag | erschienen am: 23.08.2019 | Seiten: 352 | Gebundene Ausgabe: 19,00€ | eBook: 14,99€ | Rezensionsexemplar*


    Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, was meine Meinung jedoch nicht beeinflusst!

    ©Foto: Nadine Lutter, Cover: Autor / Designer / Arctis Verlag

    Der Beitrag enthält Werbung durch Links, ohne Auftrag.

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