• Rezension: Alte Feinde – Ein Fall für Flint & Cavalli (8) von Petra Ivanov

    Auf den Kriminalroman „Alte Feinde“ von Petra Ivanov bin ich durch sein Cover, sowie den Titel aufmerksam geworden. Ich wollte unbedingt erfahren, was sich dahinter verbirgt und wurde positiv überrascht.

    Im Haus des erschossenen Albert Gradwohl macht die Spurensicherung eine seltsame Entdeckung: Die abgefeuerte Patrone stammt aus einer Waffe des amerikanischen Bürgerkriegs, ein Original aus dem 19. Jahrhundert. Die Hinweise führen die Staatsanwältin Regina Flint in die USA. Dort ermittelt bereits Bruno Cavalli in einem Cherokee-Reservat in den Smoky Mountains. Er soll einen Killer stellen, der seine Opfer mit vergifteten Pfeilen tötet. Doch schon seit Monaten hat Cavalli kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben. Auf der Suche nach ihm stößt Regina Flint auf mysteriöse Hinweise, die sie tief in die Vergangenheit führen. Erst als sich ihre Ermittlungen kreuzen, finden die beiden wieder zueinander. (Quelle)

    Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht ganz so leicht. Ich benötigte einen Moment, um mich zurechtzufinden und mich mit den Charakteren und der Situation vertraut zu machen. Denn obwohl dieses Buch schon den achten Fall von Flint & Cavalli darstellt, tauchte ich als Neuling in diese Reihe ein.

    Zunächst tauchen wir in die Welt von Staatsanwältin Regina Flint ein, die mit einem neuen Fall betraut wird. Was sie bis dahin noch nicht ahnt ist, dass sie die Ermittlungen weit in die Vergangenheit entführen. Die Waffe, mit der Albert Gradwohl erschossen wurde, stammt aus dem amerikanischen Bürgerkrieg und führt ins 19. Jahrhundert zurück. Aufgrund dessen, reist Regina in die USA um dort weitere Einzelheiten in Erfahrung zu bringen. Auch Cavalli, ermittelt derzeit undercover im Cherokee – Reservat, wo er einem Mörder auf der Spur ist, der Menschen mit vergifteten Pfeilen tötet. Regina hört während des Aufenthaltes nichts von Cavalli und macht sich Regina große Sorgen um ihn. Unauffällig begibt sie sich auf die Suche nach ihm und erlangt immer mehr neue Erkenntnisse. Erst als sich die Wege der beiden kreuzen, nimmt die Story so richtig Fahrt auf und gestaltet sich hochgradig spannend.

    Die Autorin Petra Ivanov entführt uns in mehrere Handlungsstränge und lässt den Leser an verschiedenen Schauplätzen verweilen. Diese werden schlussendlich geschickt miteinander verwoben und bilden ein stimmiges Gesamtbild. Zuvor begleiten wir jedoch einerseits die Nachforschungen von Regina, andererseits das Geschehen um Cavalli und schließlich vollziehen wir zwischenzeitlich Zeitsprünge in die Vergangenheit. Sofern ich mich eingelesen hatte und mich in die Charaktere einfühlen konnte, fiel es mir sehr schwer das Buch aus der Hand zu legen. Vor allem die Sprünge in die Vergangenheit, mit den vielschichtigen historischen Aspekten haben mir sehr gut gefallen und mich gefesselt. Hierbei stellt die Kriegswaffe, die zum Tod von Albert Gradwohl führte, die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart dar. Äußerst bildgewaltig, authentisch und anschaulich, wird der amerikanische Bürgerkrieg, mit all seinen Schattenseiten, in Szene gesetzt, was von akribischer Recherche und ausschweifenden Kenntnissen der Autorin zeugt. Die Rekonstruierung der Geschichte des Revolvers und die zahlreich eingebundenen historischen Aspekte, zeichnen sich durch Vielseitigkeit aus. Der Revolver wechselte im Laufe der Jahre mehrmals seinen Besitzer und schließt einen Teil der amerikanischen Geschichte mit ein und reicht bis hin zum zuständigen Lagerkommandant Henry Wirz, der später wegen Kriegsverbrechen angeklagt und zum Tode verurteilt wurde.

    Auch die Protagonisten Cavalli und Flint lernt man im Verlauf näher kennen. Besonders gut gefiel mir die Schilderung der indianischen Wurzeln Cavallis. Ich hatte das Reservat, Land und Leute direkt vor Augen. Bis auf den schleppenden Beginn, konnte mich die Autorin mit diesem facettenreichen Kriminalroman überzeugen. Ich werde definitiv weitere Bücher lesen, denn diese mitreißende und spannende Atmosphäre konnte mich wahrlich überzeugen.

    Die Autorin Petra Ivanov hat mit dem achten Band „Alte Feinde“, einen lesenswerten und spannenden Kriminalroman erschaffen, der mich bis auf den schleppenden Beginn, überzeugen konnte. Dieser beinhaltet historische Aspekte bezüglich des amerikanisches Bürgerkriegs, die in meinen Augen auch toll mit eingewoben wurden. Daher kann ich dieses Buch guten Gewissens weiterempfehlen und freue mich schon jetzt, auf weitere Fälle mit Cavalli und Flint.

     


    Autor: Petra Ivanov | Titel: Alte Feinde | Verlag: Unionsverlag | erschienen am: 20.08.2018 | Seiten: 384 | Gebundene Ausgabe: 26,00€ | eBook: 22,99€ | Rezensionsexemplar | Werbung |


    Ich danke dem Unionsverlag und Literaturtest für das Rezensionsexemplar, was meine Meinung jedoch keinster Weise beeinflusst!

    ©Foto: Nadine Lutter, Cover: Unionsverlag / Designer

    Loading Likes...
    Folgen:
    Nadine
    Nadine

    Mehr von mir: Web

    Teilen:

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    Instagram